Der Alkohol und besonders das Destillieren waren schon den Aegyptern und Griechen bekannt. Der Begriff Destillation stammt vom lateinischen Wort "destillare" und bedeutet abtropfen. Wer der erste Brenner war, kann nicht einwandfrei gesagt werden; sicher ist nur, dass schon die Naturvölker die Gärung und das Brennen kannten. Einigermassen gesicherte Belege für das was wir Destillationstechnik nennen, datieren aus dem 11. Jahrhundert. Irland und Schottland kannten schon damals den Kornbranntwein. Paracelsus war es, der den flüssigen Stoff Alkohol nannte, und dessen Destillat als Heilmittel empfahl.
So stark sich die verschiedenen Destillationsapparaturen auch unterscheiden mögen, ist doch der prinzipielle Aufbau mit Blase, Helm, Geistrohr und Kühler überall weitgehend derselbe. Die Hauptbestandteile der vergorenen Maische, Wasser und Alkohol, haben verschiedene Siedepunkte. Wasser siedet bei 100° C und Alkohol bei 78.3° C. Beim Erwärmen der Maische verdampft Wasser und Alkohol gleichzeitig. Da aber der Alkohol einen niedrigen Siedepunkt hat, verdampft im Verhältnis zum Wasser immer mehr Alkohol.
Das wichtigste für den Schnapsbrenner ist sauberes Obst. So sauber, dass man es gerne selber essen würde. Die Lage, der Boden und das Klima beeinflussen die Aromabildung. Zur Alkoholerzeugung können grundsätzlich alle zuckerhaltigen Früchte sowie alle alkoholartigen Flüssigkeiten verwendet werden. Für die Vergärung ist eine stark zerkleinerte Maische günstig. Alle Früchte sind von Natur aus mit einer grossen Menge an Hefen und Enzymen ausgestatten. Auch ohne besondere Anstrengung tritt binnen Stunden eine Spontangärung ein. Die von Natur aus in den Früchten vorkommenden Enzyme beginnen diese zu zersetzen. Die alkoholische Gärung setzt Wärme und Kohlendioxid frei.
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