Der Siegeszug des Absinth begann mit der Eroberung Algeriens durch die französischen Truppen. Mit Wein und Wasser vermischter Absinth war das Allheilmittel der französischen Aerzte fern der Heimat.
Den Mythos erhielt der Absinth aber durch die vielen Dichter und Maler, die vielfach dem Absinth verfallen waren.
Der Untergang der Grünen Fee
Anfangs des 20. Jahrhunderts mehrten sich die Forderungen, dass man dem Absinthkonsum Einhalt gebieten solle. Der konkrete Anlass war dann ein Mordfall, der im Jahre 1905 die ganze Schweiz bewegte. Der Tathergang
brachte aber auch hervor, dass Jean Lanfray an diesem Tag sehr viel anderen Alkohol getrunken hatte. Nachdem ein Gutachten den Absinth als gesundheitsschädlich eingestuft hatte, erliess 1907 die Regierung ein Gesetz, das die Herstellung und den Vertrieb von Absinth verbot.
Was kann den Absinth so gefährlich machen?
Die Entscheidung ob ein Absinth schädlich ist, hängt vom Thujongehalt ab. Da Thujon auf das zentrale Nervensystem wirkt, kann Absinth psychoaktive Wirkungen zeigen, es kann Wohlbefinden steigern aber auch bei hohen Werten Halluzinationen hervorrufen. Absinth hat aber auch klar eine stimmulierende Wirkung. Man fühlt sich leicht, fast schwebend, die Farbeindrücke sind kräftiger, sämtliche Sinneswahrnehmungen erreichen eine erstaunliche Intensivierung, das Verlangen nach Zärtlichkeit steigt.
Die Kunst des Absinthdrinkens
Da der Absinth früher sehr bitter war, musste er gezuckert werden.Die französischen Liebhaber entwickelten dafür ein kleines Ritual. Dazu benötigt man einen Löffel. Darauf legt man ein Stück Würfelzucker und positioniert beides auf den Glasrand. Dann träufelt man langsam aus einer Karaffe Wasser auf den Würfelzucker. Heute muss der Absinth nicht mehr nachgezuckert werden, aber ein bisschen verdünnen sollte man ihn schon.
Je nach Geschmack kann man ihn I :2 bis 1:5 strecken.
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